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Grundsatzfragen
von muecke am 11.09.09

Es ist schon wieder ein paar Monate her, aber noch immer aktuell: Alexandra Shulman, Chefin der britischen "Vogue", hat die Star-Designer kritisiert, die den Magerwahn fördern. Die Designer hätten die "zunehmend verstörende" Gewohnheit, den Mode-Magazinen "winzige" Kleidung für Fotoshoots zur Verfügung zu stellen. Dadurch seien die gezwungen, Models mit "hervorstehenden Knochen und ohne Brüste oder Hüften" zu buchen. In einem Brief richtete sich Alexandra Shulman mit diesen Worten u.a. an Prada, Versace und Lagerfeld. Zahlreiche Personen der Branche haben ihr inzwischen beigepflichtet.
Im vorigen Jahr hat die führende Model-Agentin Eleni Renton als eine der ersten die Forderungen nach gesunden Models deutlich gemacht. Scheinbar hat sich aber wenig getan, so dass ein Zeichen mal wieder längst überfällig war. Alexandra Shulman berichtet sogar, dass Fotos der "Vogue" teilweise retuschiert werden müssen, damit die abgelichteten Models voller erscheinen. "Ich finde, das Feedback meiner Leser und die allgemeine Stimmung in Großbritannien zeigen, dass die Leute solch dünne Mädchen nicht wirklich sehen wollen", meint sie. Der mutige erste Schritt ist durch Alexandra Shulman getan, nun sind die Designer am Zug, um den Magerwahn im Model -Geschäft zu beenden. "Schlank heißt nicht hohlwangig", sagt sie eindeutig.
Frau Renton, gibt es den perfekten Körper für das perfekte Model?, wird in einem Interview gefragt. Die Antwort: Das hängt davon ab, für welche Art des Berufs man sich entscheidet. Laufsteg-Models sind sehr viel schlanker als Dessous-Models. Mädchen, die Bademoden und Wäsche präsentieren, haben Kurven und sehen gesund aus. Sie sind auch sehr schlank, aber nicht so sehr wie die Mädchen bei den Pariser Haute-Couture-Schauen oder jene, die für Mode-Magazine arbeiten. Es gibt einen Unterschied zwischen schlank und dürr.
"Wir legen in unserer Agentur Wert darauf, dass die Mädchen gut betreut sind", sagt Frau Renton. "Wir haben Ernährungsberater zur Hand, die ihnen sagen, wovon sie mehr essen sollen und wovon lieber weniger - zum Beispiel, wenn sie Allergien haben. Wir schicken sie zum Gesundheits-Check. Und wir stellen ihnen Finanzberater. Wir investieren in unsere Models, so wie jeder gute Arbeitgeber in sein Personal investiert. Letztlich nützt das beiden Seiten."
Text referiert nach berlinonline.de und http://lifestyle.excite.de/nachrichten; Bildmontage aus verschiedenen Quellen: http://www.horizont.net
(Kampagne Oliviero Toscanis), http://www.wdr.de , http://www.oe24.at
Permalink: Schlank wie ein Model? Besser nicht
Tags:
Model
Magermodel
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Wong
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